Finanzen
Die Definition von Medienfonds.
Medienfonds sind so genannte geschlossene Fonds. Sie werden in zwei unterschiedliche Kategorien eingeteilt. Mit dem Produktionsfond (Producer-Fonds) finanzieren Anleger die Produktionen von Kino- und Fernsehfilmen sowie von Fernsehserien. Die bekanntesten Filme, die aus Medienfonds finanziert wurden, waren der Monumentalfilm ?Alexander? von Oliver Stone und der Science-Fiction-Film ?Terminator 3 ? Rebellion der Maschinen? von Jonathan Mostov. Die sich daraus ergebenen Erlöse werden nach Abzug der Produktionskosten an die Anleger ausgeschüttet.
Von den Rechterwerbsfonds (Leasing- oder Buyer-Fonds) profitieren Anleger von der Gewinnausschüttung in Hinblick des Handels mit Lizenzgebühren, welche beispielsweise durch DVD-Verkäufe erzielt werden. Mehrfach werden Medienfonds auch unter dem Gesichtspunkt beider Fondsvarianten angeboten.
Da diese Form der Investition eine hohe Ertragsspanne versprechen kann, steht dem möglichen Gewinn ebenso ein hohes Verlustpotenzial gegenüber. In vielen Fällen gehen die Produktionsfirmen dementsprechende Co-Produktionen ein und schließen hohe Versicherungssummen ab, um das Risiko eines Totalverlustes für Anleger zu minimieren. Wie jedoch ein Publikum einen Film bewertet, kann keiner voraussagen.
Vor einer Investition dieser Finanzgeschäfte wäre eine kompetente Finanzberatung und Finanzanalyse ratsam. Bei Medienfonds handelt es sich eher um eine langfristige Anlageform, daher sollten auch die steuerlichen Vor- und Nachteile bedacht werden. Die Einlagesumme kann dabei stark variieren und sollte den Finanzen des Kapitalanlegers angepasst werden.
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